Rechtliches

Rechtliches

Das Fliegen mit Quadrokoptern oder auch Fotodrohnen ist in vielerlei Hinsicht umfangreichen Reglementierungen unterworfen. Hier wird unterschieden zwischen Modelflieger (Hobby –  vorwiegend auf dem Modelflugplatz oder private Flüge – vorwiegend auf dem eigenen Grundstück) und gewerbliche Flüge. Gemein ist beiden, das sie ohne eine spezielle Haftpflichtversicherung für unbemannte Flugsysteme erst gar nicht aufsteigen dürfen.

Gewerbliche Drohnenflüge bedürfen einer Allgemeinerlaubnis für unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS), welche vom jeweiligen Bundesland für 1 oder bei Verlängerung für 2 Jahre vergeben wird. Um eine solche kostenpflichtige Allgemeinerlaubnis zu erlangen, müssen im Vorfeld neben dem Nachweis einer abgeschlossenen Luftfahrthaftpflichtversicherung und dem Nachweis der Befähigung, den Kopter in Theorie und Praxis fliegen zu können,  auch weitere Angaben zu technischen Daten des Fluggerätes und Zweck der gewerblichen Flüge gemacht werden.

Weiterhin unterliegt der Erlaubnisinhaber der laufenden Dokumentationspflicht über alle Drohnenflüge hinweg, d.h. er ist dazu verpflichtet, ein Flugbuch mit allen relevanten Angaben wie Datum, Einsatzort, Dauer, Erlaubnis von Eigentümer des Startplatzes, Zweck des Einsatzes, Wetterbedingungen, besondere Vorkommnisse usw. zu führen. Generell darf in Deutschland ausschließlich nur auf Sicht geflogen werden, d. h. der Lenker muß jederzeit in der Lage sein, die aktuelle Fluglage seines Fluggerätes zweifelsfrei zu erkennen.

Erlaubt ist für gewerbliche Zwecke eine maximale Flughöhe von 100 Metern,  – die man eigentlich zumindest bei der Immobilienfotografie im ländlichen Raum so gut wie nie benötigt. Eine zusätzliche Einzelerlaubnis braucht man bei Flügen in Naturschutzgebieten, bei Überschreiten der maximal erlaubten Höhe von 100 Metern oder in geschlossenen Ortschaften, zumindest dann, wenn vom öffentlichen Raum ( Parkplatz, kommunale Flächen…) gestartet wird. Auf jeden Fall sollten Flugprojekte innerhalb von Ortschaften immer mit der Polizei und auch dem kommunalen Ordnungsamt abgestimmt werden.

Verboten sind Flüge mit einem Abstand von weniger als 1,5 km zu Flughäfen und -plätzen, das Überfliegen von Autobahnen und Straßen, warnschildfoto-webKraftwerken und Energieverteilungseinrichtungen, JVAs, militärischen Einrichtungen, Menschenansammlungen. Geflogen werden darf nur im Zeitraum von einer halben Stunde vor Sonnenaufgang bis maximal eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang.

Jede Drohne muß neuerdings mit einer feuerfesten Plakette versehen sein, aus der eindeutig die Adressdaten des Besitzers hervorgehen.

Der Start- und Landeplatz sollte zur Vermeidung von Unfällen und um den Piloten vor Ablenkung zu schützen, immer abgesichert sein.

Was bringt die zukünftige Gesetzgebung für Drohnen ?

Es wird sowohl national als auch auf europäischer Ebene mit Hochdruck an neuen Regeln für Besitzer von Drohnen gearbeitet. Sicher ist wohl, das  eine Registrierungspflicht für jedes unbemannte Fluggerät kommen soll (was wie ich finde ja auch absolut gerechtfertigt ist, – jeder Autofahrer ist auch über sein Kennzeichen schnell identifizier – und haftbar, – warum sollte für Fluggeräte was anderes gelten ?)

Möglicherweise wird auch sowas wie ein Copterführerschein eingeführt – aber das muss man abwarten.  Jeder, der sich mit Multikoptern befaßt  – ob rein zum Vergnügen oder auch um damit Geld zu verdienen, sollte sich seiner Verantwortung bewußt sein und sich dementsprechend  verhalten. Ein Restrisiko besteht bei allem, was man tut – das gilt umso mehr bei Fluggeräten. *

kein Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität der Informationen!

 

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen...

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen